Überwinde deinen inneren Schweinehund – ein kleiner Vorgeschmack unseres eBooks

Hallo! Wahrscheinlich musst du gerade dringend deinen inneren Schweinehund motivieren. Anstatt hier zu stöbern, solltest du eigentlich endlich deine Hausarbeit abgeben? Endlich anfangen, für eine verdammt schwere Prüfung zu lernen? Aber dein innerer Schweinehund lähmt dich? Die Probleme, die dir dein innerer Schweinehund machen kann, sind zahlreich. Genauso zahlreich sind die Lösungen! Wir haben alle möglichen Probleme genommen und in fünf Kategorien zusammengefasst: 

  • Allgemeine Probleme, deinen inneren Schweinehund zu motivieren,
  • Probleme, endlich anzufangen
  • Oder bis zum Ende durchzuhalten,
  • Lernpläne und Lernstrategien ohne passende Struktur,
  • Monoton gestaltetes Lernen.

In unserem Buch findest du zu jeder Kategorie mehrere Tipps und Techniken, sog. Study-Hacks, die dir beim Überwinden der Probleme helfen. Auf dieser Seite findest du zu jeder Kategorie einen Hack. Als Vorgeschmack! Aber keine Angst, auch die anderen Hacks sind kostenlos. Du musst dich nur für unseren Newsletter eintragen und schon kannst du alle Bücher, die wir bisher veröffentlicht haben, kostenlos herunterladen. Und hier geben wir dir ein Versprechen: Wir werden deine Mailadresse ausschließlich dafür nutzen, dich über neue, werbefreie Gratisinhalte zu informieren. Du wirst von uns nie Werbung oder Spam in deinem Postfach sehen. Außerdem kannst du dich jederzeit von unserer Emailliste entfernen lassen, wenn du keine kostenlosen Artikel, Videos oder Bücher mehr haben möchtest.

Universell - Der Faulheitseffekt

Wie du die Faulheit deines Schweinehundes ausnutzt:

Bild des Study-Hacks Faulheitseffekt

Stell dir vor, du stehst im Garten und willst deinem Hund etwas beibringen. Da rennt hinter dir eine Katze lang. Was passiert? Der Hund hört nicht mehr auf dich und rennt einfach weg. Die Möglichkeit, deinem Hund etwas beizubringen, ist vertan.

Mit deinem inneren Schweinehund läuft es genauso. Er springt nicht nur auf Katzenvideos an, sondern auch auf Facebook, Instagram, You-Tube, WhatsApp etc. All das erscheint ihm viel spannender als auswendig zu lernen. Wie kann es nun gelingen, dass du dich nicht mehr von den Verlockungen des Internets und Social Media ablenken lässt?

Der Hund lässt sich von einer Katze, die er nicht sieht oder erst suchen muss, nicht beeinflussen. Genauso ist es mit deinem Schweinehund. Wenn dein Handy im Nebenzimmer liegt, ist dein Schweinehund zu faul, um rüberzulaufen und es zu holen. Dann lernt er lieber. Du nutzt damit ganz gekonnt seine Faulheit aus.

Das klappt auch, wenn du am Laptop oder Tablet arbeitest. Du kannst dir kostenlose Programme wie Blocksite und Stayfocused, herunterladen und Seiten, wie beispielsweise Facebook, festlegen, die du dann temporär nicht mehr aufrufen kannst. Zwar benötigst du nur eine Veränderung in den Einstellungen, um dies rückgängig zu machen, aber das ist deinem Schweinehund oftmals zu viel Aufwand.

So gelingt dir dieser Study-Hack:

  • Entferne mögliche Versuchungen (wie dein Handy) aus deinem Blickfeld und aus der näheren Umgebung. Dadurch kommt dein Schweinehund nicht auf dumme Ideen.
  • Benutze kostenlose Programme wie Blocksite, um das Prokrastinieren (= zu erledigende Dinge aufschieben, auch bekannt als Aufschieberitis) für deinen inneren Schweinehund zu erschweren.
Endlich anfangen - Die Salami Technik

Wie dich Teilziele bei großen Aufgaben motivieren können:

“Was passiert, wenn du deinem inneren Schweinehund erzählst, dass du den Mount Everest besteigen willst?”

Er schreckt vor dieser riesigen Aufgabe zurück und verkriecht sich. Das ist absolut nachvollziehbar. So ein riesiger Berg macht einem kleinen Schweinehündchen mächtig Angst. Genauso geht es ihm bei anspruchsvollen Aufgaben an der Uni. Diese erscheinen ihm unheimlich, furchteinflößend und nicht zu schaffen. Warum sollte er sich einer Sache widmen, bei der er nur verlieren kann?

Es ist aber alles nur halb so schlimm, wenn du die Salamitechnik anwendest.

Du zerlegst eine Aufgabe in kleine Teilaufgaben, die du in kurzer Zeit erledigen kannst.

  • Wenn du 1.000 Folien lernen musst, nimmst du dir erst einmal 50 Folien für einen Tag vor.
  • Wenn du eine Abschlussarbeit mit über 100 Seiten schreiben musst, fängst du mit der Literaturrecherche an und liest dich erst einmal in das Thema ein.

Diese kleinen Schritte sind „machbarer“. Dein Schweinehund sieht, dass er nicht sofort den riesigen Berg besteigen muss, sondern immer nur einen Teilabschnitt erreichen soll. Die ersten Erfolge werden dich ermutigen, weiter zu machen und so wirst du nach und nach den riesigen Berg des Studiums bezwingen.

Nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt.

So gelinkt dieser Study-Hack:

  • Zerlege eine große Aufgabe in kleine überschaubare Teilaufgaben. Diese kannst du nach und nach abarbeiten.
Durchhalten - der Kitkat-Hack

Wie du es schaffst, über einen langen Zeitraum motiviert zu bleiben:

Wünschst du dir nicht auch, dich den ganzen Tag konzentrieren zu können? Aber irgendwie funktioniert das nicht. Oftmals wirst du schnell müde und bist nachmittags froh, nicht gegen die Scheibe zu laufen, wenn du aus der Bibliothek kommst.

Vielleicht hast du einen entscheidenden Fehler gemacht. Du hast nicht richtig Pause gemacht. Dein Gehirn arbeitet beim Lernen auf Hochtouren und da braucht es auch Pausen. Fünf Minuten alle 45 Minuten und nach 90 Minuten mindestens eine Viertelstunde.

» Have a break have a KitKat

Daher der Name des Hacks. Und nein, der Hack wird nicht vom Hersteller finanziert. Vielmehr soll dich der Name dabei unterstützen, gut auf dich und deine Pausenzeiten zu achten.

Während der Pause solltest du darauf Wert legen, deinen Schweinehund zu schonen. Er hält nicht ewig durch und verliert bei Überanstrengung nachhaltig die Lust.

Übrigens: Durch Facebook und Instagram zu scrollen ist für dein Gehirn überaus anstrengend. Es wird dabei mit zu vielen Info überflutet und kann nicht abschalten. Genau wie dein Schweinehund, der dadurch sehr aufgekratzt wird und sich danach nur schwer zum Weiterlernen bewegen lässt. Gehe daher lieber an die frische Luft, iss eine Kleinigkeit oder unterhalte dich mit Freunden.

Begrenze die Pausen!

Wenn du erst einmal gemütlich in der Cafeteria oder draußen in der Sonne sitzt, wird es dir schwer fallen, wieder zurück in die Bibliothek zu gehen. Daher solltest du morgens genau festlegen, wann du Pausen machst und vor allem wie lange. Durch das Aufschreiben hat dein Vorhaben Verbindlichkeit und es fällt dir leichter, dich daran zu halten.

Du kannst auch gemeinsam mit einem Freund lernen und immer zur selben Zeit Pause machen. Wenn du gerade nicht den Elan hast, von dem gemütlichen Stuhl in der Cafeteria aufzustehen, hat ihn dein Freund bestimmt. Ihr könnt euch gegenseitig motivieren, die Pause zu beenden.

Tipp zur Pausenbegrenzung:

Wenn du eine Aktivität beendest, ist die Pause vorbei.

  • Ist die Tasse Kaffee leer » Pause zu Ende.
  • KitKat oder Apfel aufgegessen » Pause zu Ende.
  • Einmal um die Bibliothek gegangen » Pause zu Ende.

Dadurch weißt du genau, wann es wieder mit dem Lernen weitergeht und etablierst eine Gewohnheit ( » Die Dressurmethode). Als Nebeneffekt wirst du deine Tasse Kaffee oder deinen Apfel bewusster genießen. Denn wenn du den Apfel einfach verschlingst, ist die Pause vorschnell vorbei.

So gelingt die perfekte Pause:

  • Plane Pausen im Voraus.
  • Halte dich an den Plan.
  • Knüpfe die Pausenzeit an Aktivitäten.
Struktur - Fokus Check Methode

Wie du durch mehr Fokus weniger Zeit zum Lernen brauchst:

Weißt du, wie viel Stunden du pro Woche lernst? Hast du manchmal das Gefühl, die ganze Woche in der Bibliothek gewesen zu sein, aber nichts geschafft zu haben?

Interessanterweise ist ein Zusammenhang zwischen der Länge der Lernzeit, die Studierende angeben und ihrem Studiumserfolg nicht nachweisbar. So viel sei gesagt: Es kommt nicht auf die Länge der investierten Zeit an! Sondern vielmehr darauf, wie man die zur Verfügung stehende Zeit nutzt.

Es gibt eine Erfolgsregel von Cal Newport:

Lernerfolg = Zeit x Grad deiner Aufmerksamkeit

Der Grad deiner Aufmerksamkeit bildet die Intensität ab, mit der du lernst. Du hast einen hohen Fokus, wenn du dich nicht unterbrechen lässt und tief in die Materie eindringst.

Lässt du dich hingegen alle fünf Minuten von deinem inneren Schweinehund überreden, auf dein Handy zu schauen, wirst du keinen starken Fokus entwickeln und dementsprechend mehr Zeit brauchen, um etwas Neues zu verstehen oder Infos abzuspeichern. Mach dir bewusst, dass du in kürzerer Zeit genauso viel lernst wie bisher, wenn du fokussierter bist. Das versteht auch dein Schweinehund. Anstelle von acht Stunden kannst du mit sechs Stunden

auskommen.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie fokussiert du in deiner Lernzeit arbeitest, kannst du Folgendes einmal ausprobieren: Schreib über ein paar Wochen auf, wie viel Zeit du an jedem Tag für das Lernen aufgewendet hast, wie fokussiert du dabei warst und wie viel du dabei an dem Tag geschafft (= Lernerfolg) hast. Den Fokus und den Lernerfolg des Tages kannst du mit einer Skala von eins bis zehn abbilden. Allein das Aufschreiben wird dir dabei helfen, deinen Fokus zu erhöhen und deine Lernzeit optimal zu nutzen.

So gelingt dir dieser Study-Hack:

  • Setze dich jeden Abend vor dem Einschlafen hin und schreibe auf, wie lange du gelernt hast, wie fokussiert du warst und wie viel du geschafft hast.
  • Falls dein Fokus zu gering war, überlege dir, wie du ihn verbessern kannst.
Spaß am Lernen - der Lernumgebungseffekt

Wie dein Schweinehund freiwillig in die Bibliothek geht:

Montagmorgen. 8 Uhr. Dein Wecker klingelt. Du versuchst, aufzustehen und in die Bibliothek zu gehen. Aber dein innerer Schweinehund liegt auf dir und du schaffst es nicht, dich zu erheben. Er hat überhaupt keine Lust aufzustehen. Warum auch? In der Bibliothek ist es düster, stickig und laut.

Da kommt der Lernumgebungseffekt ins Spiel. Dieser beschreibt den Einfluss der Lernumgebung auf deine Motivation. Je abwechslungsreicher, interessanter und angenehmer du sie gestaltest, desto einfacher kannst du deinen Schweinehund dazu überreden, sich in das Lernsetting zu begeben und sich wohl zu fühlen.

Hier ein paar Beispiele:

  • Du kommst morgens nicht aus dem Bett? » Verabrede dich mit einem Freund zu einem leckeren Frühstück, bevor ihr zusammen in die Bibliothek geht.
  • Die Bibliothek ist zu laut? » Such dir einen anderen Platz oder benutze Ohrstöpsel.
  • Es regnet? » Lern heute zu Hause.
  • Die Bibliothek ist dir zu grau? » Nimm dir einen kleinen Glücksbringer, ein Foto oder einen kleinen Gegenstand mit, dessen Anblick Freude bereitet. Oder: » Lerne draußen oder in einem Café.
  • Du kannst um 8 Uhr morgens nicht lernen? » Schau, ob du nachmittags besser lernen kannst.

So gelingt dir dieser Study-Hack:

  • Höre in dich hinein und frage deinen inneren Schweinehund, was genau ihn stört.
  • Wenn es mit der Lernumgebung zusammenhängt, verändere sie so, dass er sich wohl fühlt.