Bild von der Terminabsprache für eine Sprechstunde mit Dozenten

Das Minenfeld Sprechstunde – Mit dieser Checkliste machst du alles richtig

Nicht nur beim E-Mail schreiben können Fehler unterlaufen (Siehe Artikel über Fehler beim E-Mail schreiben). Auch im direkten Kontakt mit dem Professor kann man sehr viele Fehler begehen. Hinter jedem Satz kann eine Tretmine lauern, die deinen Dozenten verärgern kann und die dich nicht die Hilfe bekommen lässt, die du für das Abliefern einer guten Leistung brauchst.

Die Fehler resultieren zum einen aus den Eigenarten von Professoren und zum anderen aus deiner eigenen Nervosität.

Hier habe ich dir eine Checkliste erstellt, die du im direkten Kontakt mit deinem Prof. abarbeiten kannst.

Check 1: Stehen die Infos auf der Website oder hat er sie in der Vorlesung genannt?

Es ist sehr frustrierend für Dozenten, wenn Informationen erfragt werden, die bereits auf der eigenen Homepage stehen. Das wirkt unvorbereitet und unprofessionell.

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Professoren wirken auch sehr schnell bei Fragen genervt, die von ihnen bereits in der Vorlesung beantwortet wurden. Niemand kann 90 Minuten am Stück zuhören und sich alles merken. Doch einer deiner Freunde wird die Info bestimmt abgespeichert haben. Frage sie zuerst. Oftmals beantworten sich Fragen auf diesem Weg von allein.

 

Check 2: Habe ich aufgeschrieben, was ich möchte?

Mach dir vor der Sprechstunde Gedanken, was du erreichen möchtest. Schreibe dir genau die Fragen auf, die du stellen möchtest. Diese kannst du dann in der Sprechstunde abarbeiten. So vergisst du nichts und wirkst sehr vorbereitet.

Ich war bei den ersten Treffen mit meinem Professor sehr nervös. Da hat mir der Zettel in der Hand Sicherheit gegeben.

Extratipp:

Noch besser ist es, wenn du beispielsweise mögliche Hausarbeitsthemen zweifach parat hast und ein Blatt deinem Dozenten reichen kannst, sodass die Absprache leichter fällt.

Check 3: Sind zu der Zeit wirklich die Sprechzeiten?

Nichts verärgert manche Dozenten mehr, als bei ihrer Arbeit unterbrochen zu werden. Professoren und Dozenten haben zwar nur wenige Unterrichtsstunden, jedoch sind sie in der restlichen Zeit mit Forschen, Schreiben oder administrativen Dingen beschäftigt. Daher warten sie nicht den ganzen Tag darauf, dass du vorbeikommst. Damit du die volle Aufmerksamkeit bekommst, geh in die Sprechstunde. Optimal ist es, der Erste an diesem Tag zu sein. Wenn die Studierenden am Fließband rein kommen, dann wird er sich eher weniger Zeit für dich nehmen können.

               

Check 4: Stell dich kurz vor und sage gleich was du möchtest

Auch wenn du schon zwei Mal bei dem Professor gewesen bist, kann er dein Gesicht oder Namen vergessen haben. Bei hunderten Studierenden komme ich auch immer wieder durcheinander. Daher ist es großartig, wenn du dich kurz vorstellst und gleich sagst, was du möchtest:

„Guten Tag, mein Name ist Daniel Hunold. Ich bin Psychologiestudent im 8. Semester und ich würde gern bei Ihnen eine Bachelorarbeit schreiben.“

Du machst sofort einen guten Eindruck. Der Professor kann dich leichter einordnen und erkennt direkt, was du möchtest.

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Check 5: Stell keine Forderungen, sondern Anfragen

Wenn ein Student zu mir kommt und sagt „Ich will die Altklausuren!“, hat das schon einen arroganten Beigeschmack. Wenn ich dann noch einen schlechten Tag habe, kann ich nicht garantieren, ob ich ihm dann helfen werde. Ich sollte über so etwas erhaben sein, bin ich aber nicht. Zumindest noch nicht.

Verzichte daher besser auf Forderungen und stelle lieber Anfragen und verwende den Konjunktiv:

                „Könnte ich die Altklausuren einsehen?“

                „Wäre es möglich, bei Ihnen meine Masterarbeit zu schreiben?“

Check 6: Schreibe in der Sprechstunde mit

„Was hat er nochmal gesagt?“ – Ist die Frage, die ich mir nach der ein oder anderen Sprechstunde mit Professoren gestellt habe. Ich hatte alle Antworten, die ich erhalten wollte, konnte mich aber nicht mehr an sie erinnern. Das ärgerte mich sehr. Ein Freund gab mir den Tipp mitzuschreiben. Danach hatte ich das Problem nicht mehr. Ich hatte alle Fragen vorher notiert, ließ Platz unter jeder Frage und füllte den Freiraum mit den Antworten. Einfach, aber effektiv.

Extratipp:

Darüber hinaus sah ich mir die Notizen gleich auf dem Flur nach dem Gespräch noch einmal an und ergänzte wichtige Dinge oder Details, bevor ich sie wieder vergessen konnte. Stichwort: Kurzzeitgedächtnis. 😉

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Check 7: Fass am Ende seine Antworten in eigenen Worten zusammen

Manchmal denkst du, alles klar verstanden zu haben, aber der Professor meinte es ganz anders. Ihr habt aneinander vorbeigeredet. Ein Professor steckt so tief in seinem Fachgebiet, dass er vieles für gegeben hin nimmt und manchmal nicht genug Kontext gibt, um als Außenstehender zu verstehen, was er meint (passiert mir auch hin und wieder).

Indem du die Antworten des Professors und die dir aufgegebene Aufgabenstellungen in deinen eigenen Worten wiederholst, überprüfst du, ob du ihn richtig verstanden hast.

„Okay, dann werde ich bei Ihnen über das Thema meine Bachelorarbeit schreiben und komme in 2 Wochen zu Ihnen und werde die Gliederung präsentieren.“

„Dann werde ich Kapitel zwei nach hinten verschieben und Kapitel drei und vier zusammenlegen.“

Falls er nicht widerspricht, hast du ihn richtig verstanden.

Check 8: Neuer Termin

Falls du ein komplexes Anliegen hast, beispielsweise eine Abschlussarbeit, dann solltest du besprechen, ob es ein weiteres Treffen geben soll. Falls ja, solltet ihr euch auf einen Termin einigen und diesen schriftlich festhalten.

Check 9: Bedanken und Tschüss sagen

Zum Abschluss der Unterhaltung bedankst du dich für seine Zeit und sagst auf Wiedersehen. Mir persönlich gefällt es sehr, wenn du die Hand reichst. Das ist aber Geschmackssache.

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Ich hoffe die Punkte helfen dir und du bekommst all die Hilfe, die du benötigst, um gute Noten zu bekommen.

Viele Grüße und bis bald
Daniel

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