Du hast dich ausgiebig informiert und bleibst dabei: Dieser Studiengang soll es sein, auch wenn der NC zu hoch ist! ‚ÄěBl√∂d nur, dass ich aufgrund des NC nicht angenommen werde!‚Äú, denkst du dir? Woher willst du das wissen?

Heute zeige ich dir, welche M√∂glichkeiten du hast, √ľber die ganz normalen Zulassungsverfahren in deinen Traumstudiengang zu kommen. Sollte diese drei traditionellen M√∂glichkeiten des Traumstudiums trotz hohem NC nicht funktionieren, stelle ich dir noch sechs Alternative Wege in den Traumberuf vor. 

Weiter unter im Artikel gehe ich noch gesondert auf die M√∂glichkeiten ein einen Studienplatz f√ľr Medizin oder Psychologie zu bekommen. Au√üerdem erkl√§re ich dir, wie der ganze Prozess der Bewerbung und Zulassung an deiner Traumuni √ľberhaupt l√§uft!

Was ist der NC?

Der NC ist keine vorgeschriebene H√ľrde sondern ergibt sich jedes Jahr aufs Neue! Er gibt den Abiturschnitt der letzten Person an, die im vorherigen Semester zugelassen wurde. Ein NC von 1,7 bedeutet folglich, dass in diesem Semester alle Bewerber mit einem Notendurchschnitt von 1,7 oder besser zugelassen wurden. Der NC ist daher keine vorbestimmte Grenze, die dich am studieren hindert! Sie steht immer erst nach dem Zulassungsverfahren fest, weshalb der NC √ľber die Semester und Studienf√§cher hinweg schwankt.

NC zu hoch? ‚Äď Trotzdem bewerben!

Je mehr Interessenten f√ľr den Studiengang, desto geringer ist die Chance einen Studienplatz zu bekommen. Dennoch besteht die Chance! Daher meine ganz klare Empfehlung: Bewirb dich trotzdem! Und zwar aus folgenden Gr√ľnden‚Ķ

NC zu hoch – M√∂glichkeit 1: Gl√ľck & Zufall

Ja, du hast richtig gelesen! Besonders wenn dein Abiturschnitt nicht weit unter dem NC der letzten paar Jahre liegt, stehen die Chancen gut, dass du einen Studienplatz bekommst. Die Zahl der Studienbewerber sowie die Anzahl von Studienpl√§tzen schwanken von Jahr zu Jahr. Vielleicht stehen die Sterne in diesem Jahr besonders gut und es gibt mehr Studienpl√§tze, weniger Bewerber oder zumindest Bewerber mit ‚Äěschlechteren‚Äú Notendurchschnitten. Das hei√üt: Statt es gar nicht erst zu versuchen, schick auf jeden Fall deine Bewerbungen ab!

Vielleicht bildest du ja sogar den diesjährigen NC!

NC zu hoch – M√∂glichkeit 2: Nachr√ľck- und Losverfahren

Selbst wenn es auf Anhieb nicht funktioniert, kann es durchaus sp√§ter im Verfahren noch klappen. Die meisten Bewerber schicken (verst√§ndlicherweise) gleich mehrere Bewerbungen an unterschiedliche Universit√§ten. So erh√∂hen sie ihre Chancen angenommen zu werden und k√∂nnen im Idealfall zwischen verschiedenen Angeboten w√§hlen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Bewerber mit vielen Zusagen, auch viele angebotene Studienpl√§tze nicht antreten. Diese werden f√ľr andere Bewerber frei. Die Universit√§ten haben neben dem Hauptverfahren, bei dem ein Ranking entsteht, auch ein Nachr√ľckverfahren. Bei diesem werden freigewordene Pl√§tze an die nachr√ľckenden Bewerber vergeben.

Ist das Auswahlverfahren beendet, k√∂nnen immer noch einzelne Pl√§tze frei sein. Das hei√üt f√ľr dich: Hat es auch im Nachr√ľckverfahren nicht geklappt, besteht immer noch die M√∂glichkeit im Losverfahren ausgew√§hlt zu werden. Um am Losverfahren teilzunehmen, musst du einen gesonderten Antrag an die Universit√§ten deiner Wahl schicken. Meist werden dann kurz vor Semesterbeginn die verbliebenen Pl√§tze anhand des Zufallsprinzips vergeben. Der Abiturschnitt spielt hierbei gar keine Rolle. Nur Gl√ľck musst du haben!

NC zu hoch – M√∂glichkeit 3: Bewerbung zum Sommersemester

In den meisten F√§llen beginnt das Studium im Wintersemester. Dennoch gibt es auch vereinzelt Studieng√§nge, die auch zum Sommersemester starten. Das ist selten, hat aber dementsprechend den Vorteil, dass nicht viele davon wissen und sich weniger Studienanw√§rter bewerben. Au√üerdem bewerben sich viele direkt nach dem Abitur oder nach einem Auslandsjahr, um einen nahtlosen √úbergang zum Studium zu schaffen. Das hei√üt, viele Interessenten bewerben sich zwangsl√§ufig zum Wintersemester, da es zeitlich g√ľnstiger liegt. Das erh√∂ht deine Chancen auf ein Studium, das zum Sommersemester beginnt!

NC zu hoch? ‚Äď Es gibt mehr als nur die traditionellen Wege!

Die Zugangsbeschr√§nkungen sind nervig, aber es gibt viele M√∂glichkeiten doch noch einen Platz in deinem Wunschstudiengang zu ergattern oder zumindest in deinem Interessengebiet zu bleiben! Hier sind sechs Alternativen, wenn es auf den traditionellen Wegen zur Uni nicht klappt: 

Alternative 1 – Ausbildung oder duales Studium

Ist der NC zu hoch um zu studieren, bleiben dir immer noch viele andere M√∂glichkeiten um in deinem Traumberufsfeld zu arbeiten. Erkundige dich, ob es duale Studieng√§nge oder verwandte Ausbildungsfelder gibt, die ebenfalls eine Option w√§ren. Der gro√üe Vorteil einer Ausbildung oder eines dualen Studiums ist der Praxisbezug. Du lernst nicht nur die Theorie sondern auch, diese anzuwenden. Ein weiterer Pluspunkt: Eine Ausbildung dauert f√ľr gew√∂hnlich drei Jahre. Deinen Abschluss h√§ttest du somit schneller als bei einem Studium. Au√üerdem verdienst du in den meisten F√§llen bereits w√§hrend der Ausbildung und w√§hrend des dualen Studiums Geld, was es leichter macht, den Unterhalt zu finanzieren! Also nicht verzagen ‚Äď das Internet befragen und nach √§hnlichen Fachbereichen und Lehrstellen suchen!

Alternative 2 – Wartesemester

Es werden anteilig auch immer Studienpl√§tze √ľber die Anzahl der Wartesemester vergeben. Wenn du also vorerst nicht angenommen wirst, hast du immer noch die M√∂glichkeiten zu arbeiten, Praktika zu absolvieren oder Zeit im Ausland zu verbringen und so Wartesemester zu bekommen. Bewirb dich erneut, wenn du einige Wartesemester angesammelt hast! Es werden alle Zeitr√§ume angerechnet, in denen du nicht an einer Hochschule eingeschrieben warst. √úbrigens bekommst du die Wartesemester ohne dich vorher angemeldet zu haben, denn sie werden anhand deines Abiturdatums berechnet. Mehr Infos zu Wartesemestern findest du  weiter unten in diesem Artikel oder hier!

Alternative 3 – Kombi: √úberbr√ľcken!

Kombiniere doch die ersten beiden Methoden! Wenn du eine Ausbildung absolvierst, hat das n√§mlich gleich zwei Vorteile: Du sammelst in deinem Berufsfeld Wissen und Erfahrung erh√§ltst daf√ľr Wartesemester und verdienst Geld. Nach deiner Ausbildung hast du sowohl fachliches Wissen als auch praktische Erfahrungen gesammelt. Der Abschluss, die Berufserfahrung und die Wartesemester wirken sich positiv auf deine Chancen bei der nachfolgenden Bewerbung ums Studium aus. Das ist effektives Zeitmanagement!

Alternative 4 – Studium im Ausland

Ist der NC der letzten Jahre sehr hoch, dein Wunsch das Fach zu studieren aber sehr gro√ü, lohnt es sich auch √ľber ein Studium im Ausland nachzudenken. Die Niederlande beispielsweise haben den enormen Vorteil, dass sie weniger Wert auf den Notendurchschnitt legen und bei der Bewerbung die Kenntnisse und F√§higkeiten der Person st√§rker ber√ľcksichtigen. Warum? Die Niederlande haben eine Studienplatzgarantie. Alle werden zugelassen und dann entscheidet sich im ersten Studienjahr, ob das Studium etwas f√ľr dich ist und ob du die notwendige Leistung erbringst. Dadurch erm√∂glicht die Niederlande, dass Abiturf√§cher, die dir weniger lagen, keinen Einfluss auf deine Zulassung zu deinem Traumstudium haben. Die Veranstaltungen werden auf Englisch, Niederl√§ndisch und gelegentlich sogar Deutsch abgehalten. Auch ein Studium in √Ėsterreich oder Frankreich ist m√∂glich, denn auch hier gibt es keinen NC. Hier sind die Lebenserhaltungskosten jedoch h√∂her. Egal wohin es dich verschl√§gt, besonders wichtig ist: Informiere dich ausreichend dar√ľber, ob der Abschluss in Deutschland anerkannt wird, denn wenn du in Deutschland arbeiten m√∂chtest, muss der Abschluss dem deutschen Abschluss gleichrangig sein. Wenn du also offen f√ľr neue Erfahrungen und sprachgewandt bist, k√∂nnte ein Studium im Ausland etwas f√ľr dich sein.

Alternative 5 – Private Uni

Die privaten Unis haben einen immensen Vorteil: Der Notendurchschnitt f√§llt meist weniger ins Gewicht. Das hei√üt jedoch nicht, dass du m√ľhelos angenommen wirst, sobald du die Semester- oder Monatsgeb√ľhr bezahlen kannst! Meist durchl√§ufst du einen komplexen Bewerbungsprozess, bei dem deine Eignung f√ľrs Studium anhand von Einstellungstests und Vorstellungsgespr√§chen gepr√ľft wird. Hast du also einen Abiturschnitt der nicht ausreicht, aber sehr gute Kenntnisse in deinem Interessengebiet und genaue Vorstellungen von dem, was du machen willst, solltest du eine private Uni in Betracht ziehen und dich gut auf das Auswahlverfahren vorbereiten. Der Haken: Das Studium an einer privaten Uni kostet sehr viel Geld. Mit durchschnittlich 500‚ā¨ im Monat liegt das deutlich √ľber den Kosten einer staatlichen Universit√§t.

Alternative 6 – Einklagen

Ja, auch das geht! Du kannst dich in ein Studium einklagen. Eine Studienplatzklage ist bei allen zulassungsbeschr√§nkten Studieng√§ngen m√∂glich. In dem Verfahren wird gepr√ľft, ob die Ausbildungskapazit√§ten, die die Uni vorgibt zu haben, tats√§chlich vorliegen. M√∂glicherweise werden freie Pl√§tze nicht besetzt, da Gelder eingespart werden sollen oder der Uni auch gar nicht bewusst ist, dass noch ausreichend Kapazit√§ten f√ľr zus√§tzliche Studierende vorhanden sind. Die Studienplatzklage ist allerdings mit hohen Anwalts- und Prozesskosten verbunden und der Erfolg der Klage ist nat√ľrlich auch nicht garantiert. Ob du den Studienplatz bekommst, h√§ngt vom Untersuchungsergebnis ab und auch davon, wie viele weitere Studienanw√§rter diesen Schritt gehen. Die Studienplatzklage ist also eine kostspielige, unsichere Angelegenheit, kann dir aber auch einen Studienplatz erm√∂glichen. 

Du willst Medizin studieren? ‚Äď So kommst du rein!

Medizin geh√∂rt zu den begehrtesten Studieng√§ngen. Dementsprechend hoch ist der NC. Wie viele Bewerbungen auf einen Studienplatz kommen und welcher NC die letzten Jahre galt, erf√§hrst du bei dieser Datenzusammenfassung der bundesweit zulassungsbeschr√§nkten Studieng√§nge. Reicht dein Notendurchschnitt nicht f√ľr ein Medizinstudium an einer staatlichen Hochschule in Deutschland aus, bleiben noch viele anderen M√∂glichkeiten. Ein Medizinstudium ohne einen Abischnitt von 1,0 ist m√∂glich! Immerhin 20% der Pl√§tze f√ľr Medizin werden anhand der Wartesemester vergeben. Mit einer Anzahl von 12-14 Wartesemestern ist das jedoch eine ziemlich lange Wartezeit.

Da lohnt es sich vermutlich mehr, einen medizinischen Ausbildungsberuf zu erlernen. So erlangst du Fachkenntnisse, absolvierst Pr√ľfungen, die du dir vielleicht sogar anrechnen lassen kannst, und gewinnst praktische Erfahrung. Du k√∂nntest beispielsweise eine der folgenden Ausbildungen absolvieren:

  • Arzthelfer(in)
  • Krankenschwesterhelferin/Pflegehelfer
  • Hebamme
  • Altenpfleger(in)
  • Rettungsassistent(in)
  • Rettungssanit√§ter(in)
  • Gesundheits- und Krankenpfleger(in).

Dadurch wirst du bereits in viele Fachbereiche reinschnuppern k√∂nnen und im Anschluss  wird es dir leichter fallen, einen Schwerpunkt zu legen. Eine abgeschlossene Ausbildung, Berufserfahrung sowie ehrenamtliches Engagement werden meist bei den √∂rtlichen Zulassungsbeschr√§nkungen ber√ľcksichtigt und erh√∂hen somit deine Chancen.

Auch ein Studium im Ausland ist eine gute M√∂glichkeit trotzdem Medizin studieren zu k√∂nnen. Insbesondere √Ėsterreich, Rum√§nien und Ungarn werden von deutschen Studierenden gew√§hlt, da die Veranstaltungen haupts√§chlich auf Englisch oder sogar auf Deutsch gehalten werden. Doch auch hier sind die Studiengeb√ľhren und die Anerkennung in Deutschland zu beachten. Willst du Medizin studieren, lohnt es sich auch zu schauen, welche Unis den Test f√ľr medizinische Studieng√§nge (TMS) bei ihrem Auswahlverfahren ber√ľcksichtigen. Dieser Test √ľberpr√ľft dein Verst√§ndnis f√ľr naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen und wird von manchen Unis im Rahmen der √∂rtlichen Zulassungsbeschr√§nkungen ber√ľcksichtigt! Mit einem guten Testergebnis kannst du deine Chancen auf einen Studienplatz in der Medizin erh√∂hen.

Du willst Psychologie studieren? ‚Äď Hier ein paar Tipps!

Auch hier gilt: Gro√ües Interesse, starke Zulassungsbegrenzung! Aus pers√∂nlicher Erfahrung kann ich sagen: Bewirb dich f√ľr Psychologie, auch wenn du die Bef√ľrchtung hast, dass der NC zu hoch ist! Ich habe mich √ľber Hochschulstart bei vielen Universit√§ten f√ľr Psychologie beworben und wurde nach etwas Wartezeit angenommen. Klappt das nicht, hast du noch viele andere M√∂glichkeiten. Auch f√ľr Psychologie kannst du √ľber Wartesemester und berufliche Qualifikation zugelassen werden. Schau dir ganz genau die √∂rtlichen Zulassungsbeschr√§nkungen der Unis an. Abgesehen von den oben genannten Optionen kannst du auch alternative Fachbereiche in Erw√§gung ziehen, falls dich ein bestimmtes Fachgebiet der Psychologie besonders interessiert. Soziologie, P√§dagogik und Wirtschaftswissenschaften sind verwandte Fachgebiete der Psychologie, in die du m√∂glicherweise leichter reinkommst. Auch ein spezialisiertes Studium an einer Fachhochschule wie beispielsweise der Studieng√§nge Kommunikationspsychologie oder Wirtschaftspsychologie, k√∂nnte dich interessieren. Willst du jedoch Psychotherapeut/in werden, kommst du nicht drum herum die ‚Äěreine‚Äú Psychologie oder Medizin zu studieren und nach dem Studium eine Ausbildung zu absolvieren. Eine weitere M√∂glichkeit Psychologie zu studieren, stellt das Fernstudium dar. Anstatt eine Uni zu besuchen, bekommst du Lernmaterial, mit dem du dich eigenst√§ndig Zuhause auseinandersetzt. Das hat Vor- und Nachteile, die auch in diesem Erfahrungsbericht zum Thema Psychologie an einer Fernuniversit√§t besprochen werden.

Auf die Plätze, fertig, bewerben!

Du hast dein Abitur in der Tasche und wei√üt auch schon genau, was du studieren m√∂chtest? Dann folgt nun die Bewerbungsphase! Ganz egal ob du Jura, Medizin oder Psychologie studieren m√∂chtest ‚Äď den NC kannst du umgehen, aber daf√ľr musst du wissen wie so ein Zulassungsverfahren abl√§uft.

NC? Hochschulstart? Zulassungsbeschr√§nkung? ‚Äď Was ist das? Lies hier weiter um zu erfahren was sich hinter den Begriffen verbirgt und was du bei deiner Bewerbung beachten solltest!

Zulassungsbeschränkungen & Numerus Clausus

Es gibt zulassungsfreie und zulassungsbeschr√§nkte Studieng√§nge. Zulassungsfreie Studieng√§nge vieler Fachbereiche erfordern ‚Äěnur‚Äú eine Hochschulzugangsberechtigung, also das Abitur oder einen gleichwertigen Schulabschluss. Hast du den Abschluss, schreibst du dich ein, bekommst den Studienplatz und kannst studieren. Hier hat die Abiturnote hat keine Auswirkung auf deine Chancen.

Anders ist es bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen, denn bei ihnen ist die Nachfrage größer als das Angebot, weswegen bestimmte Zulassungsgrenzen gelten. Wie wird entschieden wer studieren darf und wer nicht? Das wohl gängigste Kriterium der Zulassungsbeschränkung ist eben der Numerus Clausus (kurz: NC)! Die heiß begehrten Studienplätze werden an die Bewerber mit den besten Abiturnoten vergeben.

√Ėrtliche Zulassungsbeschr√§nkungen ‚Äď So werden Studienpl√§tze vergeben!

F√ľr die meisten zulassungsbeschr√§nkten Studieng√§nge gelten sogenannte √∂rtliche Zulassungsbeschr√§nkungen. Das sind uniinterne und fachspezifische Kriterien zur Bewerberauswahl bei der Studienplatzvergabe. Meist ist anteilig gegliedert, wie viele der Pl√§tze durch welches Verfahren vergeben werden. Du bewirbst dich f√ľr einen Studiengang direkt bei der Uni, nimmst am Auswahlverfahren teil und es entscheidet sich anhand der Kriterien ob du zugelassen wirst.

Die g√§ngigsten Kriterien zur Bewerberauswahl sind Notendurchschnitt (NC), Wartesemester und sonstige Eignung. Eine Uni k√∂nnte beispielsweise entscheiden, dass 30% der Pl√§tze anhand des Notendurchschnitts vergeben werden, weitere 20% anhand der Wartesemester und die restlichen 50% durch andere Feststellungsverfahren der Eignung. Die Eignung f√ľr das Studium kann hierbei beispielsweise anhand von Auswahlgespr√§chen, Eignungstests, Berufserfahrung, Praktika oder der Gewichtung von Abiturnoten eingesch√§tzt werden.

Genau genommen nimmst du mit deiner Bewerbung also immer an mehreren Verfahren teil. Stark vereinfacht betrachtet, m√ľsstest du dir das Auswahlverfahren folgenderma√üen vorstellen: Es werden 200 Studienpl√§tze vergeben. Deine Bewerbung trifft ein und es werden folgende Fragen gestellt: Geh√∂rst du mit deinem Notendurchschnitt zu den 60 Bewerbern mit den besten Notendurchschnitten oder zu den 40 Bewerbern mit den meisten Wartesemestern oder zu den 100 Bewerbern die anhand anderer Kriterien f√ľr das Studium geeignet sind?

Das wichtigste und g√§ngigste Kriterium, das die Universit√§ten beim Zulassungsverfahren heranziehen, ist der Notendurchschnitt des Abiturs. Daraus ergibt sich dann der NC, weshalb oft von NC-beschr√§nkten Studieng√§ngen gesprochen wird. Auch √ľber die Wartesemester wird ein Teil der Pl√§tze vergeben. Jedes halbe Jahr in dem du nach dem Abitur nicht in einer Hochschule eingeschrieben bist, wird dir als ein Wartesemester angerechnet. Angenommen du machst ein Jahr Work-and-Travel und anschlie√üend eine dreij√§hrige Ausbildung, dann h√§ttest du in der Zeit acht Wartesemester angesammelt. Die Wartesemester werden dir automatisch auch nachtr√§glich angerechnet. Du musst dich also nicht gleich nach dem Abi bewerben, um Wartesemester ansammeln zu k√∂nnen.

NC- Irrt√ľmer

  • Nicht leistungs- sondern kapazit√§tsbezogen! Der NC gibt keine Mindestabiturnote an, sondern dient einfach nur als Kriterium zur Begrenzung der Studienpl√§tze. Die R√§umlichkeiten und Gelder der Uni sowie die Verf√ľgbarkeit von Lehrpersonal bestimmen, wie viele Bewerber zugelassen werden ‚Äí nicht deine Leistung!
  • Der NC steht nicht von vornherein fest, sondern ergibt sich jedes Semester neu! Der Abiturdurchschnitt der letzten Person, die in dem bestimmten Jahr f√ľr den bestimmten Studiengang zugelassen wurde, steht logischerweise immer erst nach dem Verfahren fest. Du bewirbst dich immer ohne den diesj√§hrigen NC zu kennen. Der bisherige NC dient dir aber als Richtwert und erm√∂glicht eine Prognose.
  • Die Anzahl von Wartesemestern wird unabh√§ngig von deiner Abiturnote betrachtet. Deine Abiturnote verbessert sich also nicht, je mehr Wartesemester du hast. Es sind zwei unterschiedliche Kriterien. Erst wenn mehrere Personen dieselbe Anzahl an Wartesemestern haben, wird zwischen diesen anhand der Abiturnote entschieden, wer zugelassen wird.

Studienplatzbewerbung √ľber Hochschulstart

F√ľr manche zulassungsbeschr√§nkten Studieng√§nge gibt es eine zentrale Bewerbungs- und Vergabestelle: Hochschulstart ‚Äď die Stiftung f√ľr Hochschulzulassung. Willst du also Medizin, Pharmazie, Tiermedizin oder Zahnmedizinstudieren, bewirbst du dich bundesweit online √ľber das Hochschulstartportal und nimmst somit am dialogorientierten Serviceverfahren teil. Die Studienpl√§tze f√ľr diese Studieng√§nge werden standardisiert wie folgt vergeben: 20% der Studienpl√§tze gehen an die Bewerber mit den besten Abiturnoten. Weitere 20% der Pl√§tze erhalten die Bewerber mit den meisten Wartesemestern. Die restlichen 60% der Pl√§tze werden anhand √∂rtlicher Zulassungsbeschr√§nkungen direkt durch die Hochschule vergeben.

Dann gibt es sogenannte grundst√§ndige Studieng√§nge, dazu geh√∂ren z.B. die Studieng√§nge BWL, Jura und Psychologie f√ľr die wir uns ebenfalls √ľber Hochschulstart bewerben. Die Pl√§tze f√ľr diese Fachbereiche werden zwar ebenfalls zentral √ľber das Hochschulstartportal vergeben, doch hier gelten ebenfalls die √∂rtlichen Zulassungsbeschr√§nkungen der Universit√§ten. Hochschulstart schickt deine Bewerbung an die jeweiligen Unis. Diese wenden ihre Kriterien an und geben ihre R√ľckmeldung an Hochschulstart weiter. Dieses zentrale Vergabesystem erm√∂glicht zum einen so vielen Absolventen wie m√∂glich ihr Wunschstudium zu bekommen und zum anderen entlastet es die Universit√§ten. Du bewirbst dich n√§mlich zeitgleich f√ľr mehrere Unis, was die Koordination erleichtert. Doch auch hier nutzen die Universit√§ten zur √∂rtlichen Zulassungsbeschr√§nkung gr√∂√ütenteils den Notendurchschnitt als Kriterium.

Schlechtes Abi und begehrter Studiengang? ‚Äď Das sind die ersten Schritte

Die Tatsache, dass jede Uni das Zulassungsverfahren anders handhabt, macht den Bewerbungsprozess sehr undurchsichtig. Wenn du dir also sicher bist welches Fach du studieren m√∂chtest, solltest du dich ausf√ľhrlich informieren, wo das Fach angeboten wird und wie du dich daf√ľr bewirbst. Die Zulassungsbeschr√§nkungen k√∂nnen von Uni zu Uni und auch von Fach zu Fach stark abweichen. Es lohnt sich also, etwas Zeit zum recherchieren einzuplanen und sich eine √úbersicht zu machen. Wissen ist Macht! Schreibe dir ganz genau auf wo du dich, bis wann und mit welchen Unterlagen bewerben musst. Informiere dich √ľber die √∂rtlichen Zulassungsbeschr√§nkungen, so kannst du etwas besser einsch√§tzen, wie gut deine Chancen stehen. Bedenke, dass es immer auch NC-freie Studieng√§nge gibt, weil die Fachbereiche gen√ľgend Kapazit√§ten haben. Es ist m√∂glich, dass du dich bei der einen Uni nur einschreiben brauchst und das, obwohl eine andere Uni in den vergangenen Jahren einen NC von 1,5 f√ľr das Fach hatte!

Wie du siehst, hast du eine Menge Möglichkeiten trotz hohem NC dein Traumstudium aufzunehmen! Lass dich nicht unterkriegen & viel Erfolg bei der Bewerbung!

Emilie

Quellen & interessante Links:

https://www.zeit.de/studium/studienfuehrer-2016/numerus-clausus-durchschnittsnote-faq

https://www.zeit.de/studium/studienfuehrer-2012/Bewerbung

https://www.einstieg.com/studium/news/medizinstudium-was-tun-wenn-der-nc-zu-hoch-ist.html

https://www.psychologie-studieren.de/infos/psychologie-studieren-ohne-nc/

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