Bild zu Konkurrenzkampf im Studium

Endlich die erste 1,3. Du bist fast so stolz darauf, wie Trump auf seine verpflanzten Haare, bis du bemerkst, dass deine beste Freundin Tini eine 1,0 bekommen hat.

Du bekommst dein Wunschpraktikum bei einem mega guten deutschen Unternehmen und bist total happy. So lange, bis du herausgefunden hast, dass Tini zu Apple geht.

Unser Trauma

Es ist immer das Gleiche. Gerade haben wir es uns hart erarbeitet, der oder die Beste zu sein und wollen, in dieser nur auf Leistung ausgerichteten Gesellschaft, endlich unsere Anerkennung. Doch alle bemerken nur Tini. Niemand nimmt dich wahr. Du fühlst dich allein und wertlos. Irgendwann merkst du, wie du dir innerlich wünschst, dass sie endlich mal diesen Moment erlebt und etwas nicht schafft.

Endlich ist es soweit

Nach Jahren des Wartens kommt der Tag. Sie fällt zum ersten Mal durch eine Prüfung. Sie sitzt nun weinend neben dir auf deiner Couch, auf der du erst gestern ihren Freund vernascht hast. Du tröstest sie mit den Worten „Das passiert jedem mal“ und „Die Welt wird nicht untergehen“. Du hast schließlich genug Erfahrung mit Versagen und zeigst, dass du mit ihr fühlst. Doch innerlich lachst du, so wie du noch nie gelacht hast. Freust dich über ihre Tränen, ihr Versagen, ihr elendes Leid. Du hasst sie! Und das nicht erst seit gestern!

Übertreibung veranschaulicht

Ich gebe gerne zu, das ist eine extreme Geschichte. Aber sie ist wahr (Tini ist jedoch ein fiktiver Name). Auch habe ich den Titel sehr provokant gewählt. Doch keine Sorge! Nur weil du mal neidisch auf die Leistungen, das Aussehen oder das Charisma deines besten Freundes bist, bist du noch kein schlechter Mensch. Im Gegenteil: es ist sehr menschlich und dafür musst du dich nicht schämen. Die Fragen sind nur: „Wann wird es zu viel?“ und „Was kannst du dagegen tun?“

Wir vergleichen uns

Alles beginnt mit dem Vergleichen. Sich an Anderen zu messen ist gar nicht so schlecht, es hat sogar Vorteile! Es gibt uns ein Feedback darüber, wo wir im Leben stehen und wohin wir wollen. Wir sehen, dass andere erfolgreicher sind als wir und wir analysieren, was sie besser machen. Vielleicht haben sie einen Trick, den wir uns abschauen können, und schon können wir uns selbst verbessern. Daher vergleiche dich ruhig weiter.

Vom Vergleich zum Konkurrenzkampf

Entscheidend ist, wie du den Vergleich bewertest. Treibt dich dieser an, besser zu werden oder siehst du es als ungerecht an, wenn jemand anderes besser ist als du? Hier ist es hilfreich, dich auf deine eigenen Stärken zu fokussieren und zu versuchen, diese weiter auszubauen.

Bild Zitat von Einstein

Einsteins Zitat hilft uns da weiter:

Wenn Tini bessere Noten in den meisten Fächern schreibt, dann fokussiere dich auf ein Fach, in dem du deine Stärken hast. Zudem messen Uni-Prüfungen oftmals nur, wie gut du auswendig lernen kannst und sagen wenig darüber aus, ob du später besser im Beruf sein wirst. Du kannst auch auf anderen Gebieten wie Sport, Malen oder Kommunizieren deine Stärken haben. Jeder Mensch hat Talente. Aber jeder Mensch hat eben andere Talente.

Du kämpfst immer nur gegen dich selbst

Anfang des Jahres kam Rocky 7/Creed ins Kino. Zwei Zitate sind mir im Kopf geblieben. „Bumsen macht die Beine schwach“ und „Du kämpfst immer nur gegen dich selbst“. Sicherlich hat letzteres Zitat mehr Gehalt. 😉

Wenn wir uns andauernd auf Menschen fokussieren, die andere Voraussetzungen haben, gehen wir nicht mehr unseren eigenen Weg. Jeder sollte seine individuellen Ziele verwirklichen und nicht die Ziele der anderen kopieren.

Fokussiere dich daher darauf, besser zu werden. Im Rahmen deiner Möglichkeiten. Ab und zu kannst du dich dabei mit anderen vergleichen, um zu sehen wo du stehst. Vergiss aber nicht, dass ein Fisch nie auf Bäume klettern wird.

Gute Freundschaft heißt Selbsthilfe

Doch was ist, wenn Tini wirklich die ganze Zeit nur über sich spricht und dich für deine Erfolge nur belächelt?
Dann musst du mit ihr reden!

Eine Freundschaft wird getragen von: gegenseitigem Respekt, aufbauenden Worten und Hilfe zur Selbsthilfe.

Redet miteinander

Wenn Tini das nicht tut, dann solltest du mit ihr reden und sie darauf aufmerksam machen. Wenn ihr wirklich richtig gute Freunde seid, wird sie es verstehen.

Ich hatte auch so einen Fall. Mein Kumpel Thomas hat ganz oft gesagt, dass ich nicht öffentlich reden sollte. Ich würde es sowieso nicht schaffen. Er war Meister im Reden und prahlte davon, wie er immer wieder ganze Partys mit seinem Humor in seinen Bann ziehen würde. Ich habe ihm gesagt, dass mich seine Aussagen verletzen und gute Freunde einander helfen sollten, an sich zu arbeiten, anstatt sie runterzureden.

Das Happy End

Dabei kam heraus, dass er mich nur beschützen wollte. In der Schulzeit habe ich ihm immer leid getan, wenn ich Vorträge gehalten habe, weil ich darin abgrundtief schlecht war. Er wollte mir das Kichern der Leute ersparen. Da ich aber unbedingt besser  darin werde wollte, hat er mir geholfen und viele sagen, dass ich mich sehr verbessert habe. Dank Thomas.

Ich bin so froh, dass ich meinen Kumpel darauf angesprochen habe. Ich wüsste sonst nicht, ob wir heute noch befreundet wären und ich hätte nach jeder Übung Klagen wegen Totschlag durch Langweile am Hals.

Für mehr Infos zum Thema Freundschaft im Studium hat Daniel schon einen ausführlichen Artikel geschrieben.

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