Resilienz im Studium – Weißt du manchmal einfach nicht weiter? Bist du unsicher, ob du dein Studium erfolgreich beenden wirst? Dann hilft dir unser Artikel ĂŒber die FĂ€higkeit Resilienz sicherlich weiter.

Resilienz im Studium

Ein Viertel der Bachelor-Studenten bricht das Studium ab1. Der Grund ist sicherlich nicht in allen FĂ€llen eine falsche Fach-Entscheidung. Vielmehr sind vermutlich Leistungsdruck und Stress die Auslöser. Schließlich greifen immer mehr Studis zu Alkohol und Aufputschmitteln.1 – Gesund ist das natĂŒrlich nicht. Aber welche anderen Möglichkeiten gibt es, wenn der Stress ĂŒberhandnimmt? Wenn aufgeben fĂŒr dich keine Option ist, du aber manchmal nicht weiter weißt, ist Resilienz vielleicht das SchlĂŒsselwort fĂŒr dich.

Ich brauche wirklich Hilfe!

Wenn du das GefĂŒhl hast, dass du alleine nicht mehr weiterkommst, dann zöger’ nicht, dich an die Psychologische Beratungsstelle deiner UniversitĂ€t zu wenden oder an ein ĂŒberregionales Beratungsangebot, zum Beispiel die Telefonseelsorge. Die Telefonseelsorge erreichst du online unter www.telefonseelsorge.de. Oder  du kannst anonym und kostenlos rund um die Uhr (ja, auch nachts!) unter den Telefonnummern 0800 – 1110111 und 0800 – 1110222 anrufen und um Beratung bitten.

Was bedeutet Resilienz? 

Resilienz ist sozusagen die psychische Widerstandskraft oder das, was uns durchhalten lĂ€sst. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie ‘zurĂŒckspringen’ oder ‘abprallen’.2 Man kann also sagen, es bezeichnet eine Art Widerstandskraft: „Übertragen auf die psychologische Ebene bezeichnet Resilienz die FĂ€higkeit eines Menschen, Krisen zu meistern und an ihnen zu wachsen”2, so formuliert die Sprach- und Sozialwissenschaftlerin Fabienne Berg, was Resilienz bedeutet. In ihrem „Übungsbuch Resilienz” gibt sie verschiedene Übungen vor, die helfen können, resilienter zu werden.

Geheimrezept fĂŒr ein erfolgreiches Studium

Hilfreiche Eigenschaften und FĂ€higkeiten fĂŒr eine große seelische Widerstandskraft sind die folgenden:

  • Optimistisch denken,
  • das akzeptieren, was du nicht Ă€ndern kannst,
  • Verantwortung fĂŒr das eigene Handeln ĂŒbernehmen,
  • lösungsorientiert denken,
  • Vergangenes loslassen können,
  • sich neu orientieren,
  • in soziale Netzwerke eingebunden sein sowie
  • Glaube & SpiritualitĂ€t.2

Resilienz setzt sich aus einem Cluster verschiedener FĂ€higkeiten zusammen. Wenn du diese FĂ€higkeiten grundsĂ€tzlich beherrschst, kannst du erfolgreich Krisen ĂŒberstehen. Denn es handelt sich um bestimmte, erlernbare Handlungsstrategien, die dich fĂŒr Krisenzeiten wappnen. Solche Krisen werden dir mitunter auch in deinem Studium begegnen. 

Resilienz im Studium – wie sie deinen Erfolg beeinflusst 

Was hilft dir Resilienz im Studium? Resilienz ist die FĂ€higkeit, mit Stress und Krisen umzugehen. Wenn du ein resilienter Mensch bist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du Krisen nicht nur meisterst, sondern sogar gestĂ€rkt aus ihnen hervorgehst. Es ist dann unwahrscheinlich, dass du dein Studium abbrichst. Schließlich hast du durch diese Strategien starke, nĂŒtzliche Ressourcen, die dich in schwierigen Zeiten tragen. 

In der Sendung „Planet Wissen” spricht der Psychiater und Trauma-Überlebende Christian Peter Dogs ĂŒber Resilienz:

Resilienz fördern – Drei Möglichkeiten

Wie kannst du Resilienz aufbauen? Bevor du ein wichtiges Projekt ad acta legst, kann es helfen, deine Resilienz zu fördern: DafĂŒr gibt es viele Möglichkeiten. Die folgenden drei Übungen kannst du problemlos in deinen Alltag einbinden. Sie sind ein guter Einstieg, um an deiner Resilienz im Studium zu arbeiten.

  1. Beginne ein Dankbarkeits-Tagebuch

Die beliebten Dankbarkeits-TagebĂŒcher sind eine Möglichkeit. Dir aufzuschreiben, was dich glĂŒcklich macht und somit stĂ€rkt, vergrĂ¶ĂŸert deinen Optimismus und deinen Glauben, dass das Leben es gut mit dir meint. Nimm dir einfach jeden Abend ein paar Minuten Zeit, um zu reflektieren, was dir heute gut getan hat und was dich glĂŒcklich gemacht hat. Was hat dir ein LĂ€cheln ins Gesicht gezaubert? War das das mĂŒde LĂ€cheln eines geliebten Menschen am Morgen, dass die Folien des Professors heute mal ohne Rechtschreibfehler waren oder dass es gutes Essen in der Mensa gab? Es sind die kleinen Dinge im Leben


  1. Nutze die positive Wirkung von Affirmationen

Affirmationen sind positive SĂ€tze, die man sich immer wieder sagt. Sie dienen nicht nur der Motivation, wie karrierebibel.de schreibt3, sondern können auch deine Resilienz unterstĂŒtzen. Im Prinzip handelt es sich bei Affirmationen um positive GlaubenssĂ€tze, die du immer wiederholst, um so dein Denken und Handeln zu beeinflussen. Wenn du direkt anfangen willst, kannst du dir Affirmationen aus dem Internet suchen oder dir selbst welche zusammenstellen (beides hier). Die Sachbuchautorin Louise Hay ist mit BĂŒchern ĂŒber Affirmationen berĂŒhmt geworden. Von ihr gibt es auch kleine KĂ€rtchen, die du ĂŒberallhin mitnehmen kannst. Alternativ kannst du deine Affirmationen auch auf post-its notieren und in deiner Wohnung verteilen.

Nur Hokuspokus? Wohl eher nicht. Inzwischen zeigen viele Studien, dass es einen sehr starken Zusammenhang gibt zwischen dem, was wir denken und wie unser Körper reagiert. Experimente belegen, dass unser Gehirn oftmals simuliert, was es sprachlich verarbeitet, z. B. wenn es um Bewegungen oder lokale Angaben geht. 

  1. Ändere dein Denken

Es kann helfen, das eigene Denken zu Ă€ndern. Dein Fokus sollte ab jetzt auf Lösungsmöglichkeiten verschoben werden. Frag’ dich: Was kann ich aus dieser Situation lernen? Was kann ich demnĂ€chst besser machen? Erinner’ dich möglichst oft an diese Art des konstruktiven Denkens. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Yvette Hofmann beschreibt dieses Vorgehen im Interview mit der SZ wie folgt: 

„Man kann beispielsweise damit beginnen, in unwichtigen Situationen zu ĂŒben, Unvermeidbares zu akzeptieren und den Blick auf dessen Nutzen zu richten. […] [W]as habe ich dadurch gelernt? Was kann ich nĂ€chstes Mal besser machen? […] Diesen Perspektivwechsel kann man einĂŒben”2. 

Viel Erfolg beim Resilienzaufbau wĂŒnscht

Rabea

Zum Nachlesen und Informieren
 

1 Wetzel, Jakob (19.April 2017): „Der Griff zu Alkohol und Aufputschmitteln hat erheblich zugenommen“. Online. URL: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/druck-im-studium-der-griff-zu-alkohol-und-aufputschmitteln-hat-erheblich-zugenommen-1.3468073 [15.05.2019].

2 Berg, Fabienne (2014): Übungsbuch Resilienz. 50 praktische Übungen, die der Seele helfen, vom Trauma zu heilen. Paderborn. 

3 Rassek, Anja (o. A.): Positive Affirmationen: Motivationskick fĂŒr jeden Tag. Online. URL: https://karrierebibel.de/affirmationen/#Definition-Was-sind-Affirmationen [16.05.2019].

4 Wehling, Elisabeth (2016): Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht. Köln

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