Du bist trinkfest, kommst mit wenig Schlaf aus und am Monatsende reichen dir ein paar Euro zum Überleben? Schon mal nicht schlecht! Ich zerstöre ungern deine Illusion, aber das allein reicht nicht aus, um als erfolgreicher Student durchzugehen! Du willst ein guter Student sein? Dann bedarf es tatsächlich noch zusätzlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Eigenschaften eines guten Studenten erfährst du hier!

Was haben alle erfolgreichen Studierenden gemeinsam?

Kurz und knapp: Sie verfügen über grundlegende Eigenschaften und Fähigkeiten, die sie beim Aneignen und Abrufen von Wissen unterstützen sowie sicherstellen, dass sie ein gesundes und erfülltes Privatleben führen. Es sind zahlreiche Eigenschaften und Fähigkeiten, die gemeinsam dazu beitragen, dass sie Erfolg im Studium haben. Diese gelten ganz unabhängig von den Fachrichtungen und sind jederzeit erlernbar. Wenn du dir also vornimmst ein guter Student zu werden kannst du es auch schaffen. Hier erstmal ein kleines Video, das dir zeigt, wie du auch wirklich schaffst, was du dir vornimmst

Die wichtigsten Eigenschaften eines guten Studenten:

Eigenschaft 1 – Motivation & Entschlossenheit

Motivation ist wohl die wichtigste Voraussetzung für Erfolg im Studium. Denn ohne das gewisse Quäntchen Motivation geben wir viel schneller auf. Es erfordert immer auch etwas Antriebskraft, um Ziele zu verfolgen. Besonders wichtig ist, überhaupt erstmal Motivation für das Studienfach und den Studienabschluss aufzubringen. Interesse fürs Fach und der Wille, den Abschluss zu machen – das sind die zwei grundlegendsten Motivatoren.

Doch Motivation geht noch weiter. Es ist wichtig zu erkennen, dass du durch deine Leistung im Studium bestimmst, ob und wann du dieses Ziel erreichst. Du bist motiviert dein Studium mit einer guten Note abzuschließen. Das erfordert jedoch auch jedes Semester, motiviert zu lernen und deine Prüfungen zu bestreiten. Um dein übergeordnetes Ziel „Erfolg im Studium“ zu erreichen, musst du etappenweise auf kleinere Ziele motiviert hinarbeiten. Es hilft, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass dich jede kleine Prüfung deinem übergeordneten Ziel näher bringt.

Frage dich, was du erreichen willst und lege Ziele fest, die dich im Studium antreiben und dir Orientierung geben. So stellst du sicher, dass du motiviert am Schreibtisch sitzt! Um deine alltägliche Motivation zum Lernen aufrechtzuhalten, solltest du deine Ziele SMART formulieren. Das bedeutet, sie sollten:

  • spezifisch
  • messbar 
  • akzeptiert
  • realistisch
  • terminiert

sein. Statt dir also schwammige und überhöhte Ziele zu stecken, solltest du ganz besonders darauf achten, dass dein Ziel eine konkrete und erfassbare Handlung beinhaltet, die du realistisch betrachtet in einem bestimmten Zeitraum erreichen kannst und willst. Statt zu sagen „ich will weniger prokrastinieren“, sollte die Zielformulierung lauten: „Ich werde heute erst ab 18 Uhr meine Serie auf Netflix weiterschauen.“ Durch die Konkretisierung fällt es dir viel leichter, das gewünschte Verhalten zu zeigen bzw. das unerwünschte Verhalten zu unterlassen. Mithilfe all dieser kleinen, konkreten Ziele kommst du schrittweise deinem großen Ziel näher, ohne dich zu verzetteln und unmotiviert auf der Stelle zu treten.

Eigenschaft 2 – Selbstdisziplin & Durchhaltevermögen

Ziele zu verfolgen, bedeutet immer auch selbstdiszipliniert zu sein und Durchhaltevermögen zu zeigen! Die schönsten und größten Ziele erreichen wir nicht durch schnelle und ausschließlich angenehme Handlungen. Stattdessen verlangen uns die Ziele eine Menge Konzentration und Widerstandskraft ab. Selbstdiszipliniert zu sein bedeutet, deine Ziele trotz potenzieller Rückschläge und Hindernisse konsequent zu verfolgen.

Ein großes Problem beim Lernen stellt die Prokrastination dar. Angenehme Ablenkungshandlungen, wie Fernsehen oder mit Freunden treffen, verursachen ein positives Gefühl. Wir haben Spaß und sind für den Moment glücklich. Soweit so gut – doch längerfristig betrachtet führt Prokrastination zu negativen Gefühlen. Wir ärgern uns über unser Verhalten, haben Misserfolgserlebnisse und Selbstzweifel kommt auf.

Selbstdisziplin bedeutet zu erkennen, wann wir uns ablenken lassen, diese Ablenkungsreize zu beseitigen und die Konzentration wieder herzustellen. Durchhaltevermögen hast du, wenn du bereit bist, kurzfristig negative Emotionen und Erlebnisse für langfristigen Erfolg und positive Emotionen in Kauf zu nehmen.

Hier noch zwei Irrtümer zum Thema Selbstdisziplin:

  1. Selbstdiszipliniert ist nicht die Person, die acht Stunden am Stück gequält über dem Lernstoff hockt und ohne Wenn und Aber lernt. Sowohl Konzentration als auch Motivation lassen nach langen Lernphasen von ganz alleine nach. Selbstdisziplin bedeutet, notwendige Pausen einzulegen und dann wieder weiterzumachen, statt unkonzentriert und nur halbherzig weiter zu lernen oder ganz aufzugeben.
  2. Um selbstdiszipliniert zu lernen musst du nicht immer den gleichen Aufwand aufbringen. Mach das Lernen zu einer Gewohnheit und du wirst sehen, dass du die Selbstdisziplin, die du aufbringst, immer weniger wahrnimmst und es dir weniger ausmacht regelmäßig zu lernen.

Eigenschaft 3 – Organisationstalent

Zeitmanagement:

Im Studium haben wir meist nur dann Erfolg, wenn wir unsere Zeit und Energie richtig einteilen. Es gibt eine Menge Aufgaben zu erledigen. Die Reihenfolge, in der wir Aufgaben erledigen, kann mehr oder weniger effektiv gewählt sein. Auch die Dauer, die wir zur Bearbeitung benötigen, können wir fehleinschätzen. Im Idealfall haben wir genau so viel Zeit zur Bearbeitung einer Aufgabe eingeplant, wie wir dann auch benötigen, um die Aufgabe richtig und zügig abzuarbeiten. Zeitmanagement ermöglicht uns, effizient zu sein und schneller Erfolgserlebnisse zu verzeichnen. Erfolgreiche Studierende sind in der Lage, Aufgaben zu formulieren und den zeitlichen Aufwand für diese Aufgaben zu bestimmen. Im Anschluss planen sie wo, wann, womit und in welcher Reihenfolge die Aufgaben erledigt werden. Wer Zeitmanagement beherrscht, begegnet den Prüfungen und Abgabeterminen entspannter und hat letzten Endes mehr Freizeit!

Struktur

Studierende mit Organisationstalent profitieren außerdem davon, dass sie sich eine strukturierte Arbeitsumgebung schaffen. Je organisierter und sauberer der Arbeitsplatz ist, desto höher ist die Konzentration. Das Lernen fällt leichter, denn klare Strukturen auf dem Schreibtisch begünstigen klare Strukturen im Kopf. Auch der Tag sollte etwas strukturiert sein. Erfolgreiche Studierende nutzen ihre produktivsten Phasen um zu lernen und planen Pausen zu den Zeiten ein, in denen sie weniger leistungsfähig sind. Auch hier gilt: Nicht der vollgestopfte Tagesplan ist der beste, sondern der, der Entspannungsphasen, Freizeit und Flexibilität zulässt.

Flexibilität

Ja, du hast richtig gelesen! Ein wahres Organisationstalent verfolgt nicht nur strikt seinen Plan, sondern ist flexibel. Es kommt immer mal etwas dazwischen. Dann gilt es, den Plan anzupassen. Im Idealfall beinhaltet der Tagesplan schon genügend Pufferzeiten, sodass du nicht alles umlegen musst, wenn etwas dazwischen kommt. Doch reicht das mal nicht aus, ist das auch völlig in Ordnung. Flexibel sein bedeutet, die Prioritäten der Aufgaben neu festzulegen und Pläne ändern zu können.

Eigenschaft 4 – Selbstfürsorge

Leistung erbringen – dafür müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein! Zu allererst müssen deine Grundbedürfnisse gestillt sein. Bist du müde, hungrig, durstig, aufgebracht oder einsam? Dann wird das nichts mit dem Lernen! Betreibe Selbstfürsorge und übe dich im Zuhören. Erkenne, was deinem Körper fehlt und stelle sicher, dass es dir gut geht, bevor du mit dem Lernen beginnst. Nur so kannst du die notwendige Portion an Konzentration aufbringen. Sorge für ausreichend Ruhe und Entspannung zwischen deinen Lernphasen. Besonders zur Prüfungszeit haben wir meist weniger sozialen Kontakt und weniger Abwechslung in unserem Leben. Das ist auf lange Sicht nicht gut für unser Wohlbefinden. Die Uni sollte nicht dauerhaft und ständig im Vordergrund stehen. Hinterfrage also immer mal wieder, ob dir was fehlt und sorge dafür, dass du glücklich und zufrieden bist. Du willst ein guter Student sein? Dann achte vor allem auf deine Gesundheit!

Eigenschaft 5 – Selbstständigkeit & soziale Kompetenz

Ein Studium erfordert immer auch Selbständigkeit. Du musst viele Entscheidungen treffen, die den weiteren Verlauf deines Studiums bestimmen. Das erfordert vor allem Mut und das Einholen notwendiger Informationen. Hier gilt: Du musst nicht alles wissen, solange du weißt, wo es steht oder zumindest die Geduld aufbringst, überall nach den Information zu suchen. Auch die Schwerpunkte für die Prüfung musst du gelegentlich selbst wählen. Du legst fest, welche Themengebiete du weglässt oder weniger vertieft lernst. Erfolgreiche Studierende informieren sich ausreichend über Altklausuren oder vergangene Prüfungsphasen sowie über die  Lieblingsthemen der Dozenten und treffen dann eine Entscheidung, zu der sie auch stehen.

Selbstständig zu sein bedeutet auch zu wissen, wann du allein nicht mehr weiter kommst und du Hilfe anfordern solltest. Du musst nicht alles können oder wissen, es reicht jemanden zu fragen der es kann oder weiß! Selbstständigkeit bedeutet nicht, dass du auf dich allein gestellt bist. Ganz im Gegenteil: Im Studium hast du den großen Vorteil, dass du von und mit anderen lernen kannst. Daher ist ein gewisses Minimum an sozialer Kompetenz ebenso notwendig. Dazu gehört das Zuhören ebenso wie die Fähigkeit, Emotionen und Gedanken verbalisieren zu können. Der Austausch mit deinen Kommilitonen und deinen Dozenten bringt dich beim Lernen voran. Du musst daher auch gut kommunizieren können, womit du Schwierigkeiten hast und wie dich die anderen unterstützen können.

Eigenschaft 6 – Reflexionsfähigkeit & Ehrlichkeit

Von großer Bedeutung für alle Personen, die Ziele verfolgen und somit auch für Studierende: die Reflexionsfähigkeit. Selbst der beste Plan und die konkretesten Ziele sind kein Garant dafür, dass wir Erfolg haben! Erfolg erfordert, dass wir immer wieder überprüfen, ob das, was wir machen, Früchte trägt. Wir müssen in der Lage sein, Erfolge und Misserfolge zu erkennen und daraufhin unsere Strategien anpassen. Nur wenn du erkennst, dass du dich auf der Stelle bewegst, kannst du etwas verändern und dich weiter nach vorn entwickeln. Wenn eine Strategie nicht wirksam ist oder dein Ziel nicht mehr realisierbar ist, musst du etwas ändern oder anpassen.

Ehrlichkeit bedeutet, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und keine Ausreden für Misserfolg zu suchen. Gestehe dir Faulheit und Prokrastination ruhig ein, nur dann kannst du auch dagegen vorgehen. Phänomene wie Prokrastination und self-handicapping sind zwar gut für deine aktuellen Befindlichkeiten, hindern dich aber am Studienerfolg. Statt dich selbst zu belügen, lohnt es, negative Erfahrungen für sich zu akzeptieren und aus ihnen zu lernen.

Eigenschaft 7 – Fehlbarkeit

Alle obigen Eigenschaften und Fähigkeiten bringen nichts, wenn du dir nicht auch deiner Fehlbarkeit bewusst bist. Es hilft zu verstehen, dass nie alles perfekt läuft. Nur so stecken wir unsere Misserfolge weg und halten unsere Motivation aufrecht. Würden wir keine Fehler machen, wüssten wir es nicht! Fehler oder Misserfolge dienen uns als Vergleich, denn jeder Misserfolg macht den Erfolg noch wertvoller.

Ein guter Student sein ‒  Wie geht das?

Das waren die wichtigsten Eigenschaften eines guten Studenten. Das Gute daran: Du kannst sie alle trainieren! Mit etwas Übung kannst du motivierter, disziplinierter, organisierter, fürsorglicher, selbstständiger, reflektierter und fehlbarer werden!

Viel Erfolg!

Emilie

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