Bild von Mann, der durch einen Wald an Büchern läuft, so sieht Literaturrecherche ohne Datenbanken aus

„Ich finde keine Literatur.“ Den Satz habe ich schon häufig gehört. Zu häufig.

Dabei mache ich den Studierenden keinen Vorwurf. Es wird ihnen zu selten beigebracht. Deshalb habe ich vor fünf Jahren angefangen, Seminare über das Thema „Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten“ zu geben. Die Essenz möchte ich dir hier weitergeben, damit du erfolgreich deine Seminararbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit schreiben kannst.

Heute fangen wir mit der Literaturrecherche an. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich habe sie dir mit allen Vor- und Nachteilen aufgelistet.

Deine Universitätsbibliothek

Der erste Ort, an dem du Quellen suchen wirst, ist deine Bibliothek. Alle Bücher sind in einem Onlinekatalog aufgelistet. An meiner Uni heißt dieser OPAC. Dort sind alle Bücher, die physisch vor Ort zu finden sind, erfasst. Manchmal hat deine Uni noch Verträge mit Verlagen, sodass Lehrbücher online verfügbar sind und du auf diese bequem von zu Hause aus zugreifen kannst.

Vorteile:

  • In unmittelbarer Nähe
  • Bücher sind vor Ort oder online abrufbar – kostenfrei
  • Viele Bücher sind ausleihbar
  • Mitarbeiter der Bibliothek werden dir helfen
  • Bibliotheken bieten oftmals Workshops an, um dich mit dem Umgang des OPACs vertraut zu machen

Nachteile:

  • Spezifische Bücher kannst du oft nicht ausleihen und musst sie in der Bibliothek lesen
  • Sofern mehrere Studenten am selben Thema arbeiten, ist ein Buch schnell vergriffen
  • Der Suchalgorithmus des Onlinekatalogs ist nicht so gut
  • Einzelne Buchartikel, die zu deinem Thema passen, werden nicht angezeigt
  • Der Umfang der Bibliothek ist begrenzt
  • Oft fehlt die neuste Literatur

Gemeinsamer Verbundkatalog aller wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland

Vor allem bei kleinen Unis ist die Auswahl der vorhandenen Bücher eher gering. Daher lohnt es sich, bei der Literaturrecherche in den Gemeinsamen Verbundkatalog deutscher Bibliotheken zu schauen. Dort gibt es über 41,5 Millionen Titel. Da findest du sicher etwas. 😉

Die meisten Titel kannst du als Fernleihe bestellen.

Vorteile:

  • Große Auswahl (Achtung kann auch überfordernd sein)
  • Guter Suchalgorithmus
  • Online veröffentlichte Dissertationen sind hier kostenlos abrufbar
  • Du musst nicht in die Bibliothek einer anderen Stadt fahren
  • Kopiebestellungen einzelner Kapitel sind möglich
  • Kostenfreier Account

Nachteile:

  • Fernleihen sind kostenpflichtig (In Greifswald 1,50€)
  • Die Lieferung von Büchern kann bis zu vier Wochen dauern
  • Lohnt sich nur bei sehr wichtiger Literatur

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Google Scholar

Google Scholar ist Googles akademische Suchmaschine, die auf die Recherche von wissenschaftlichen Quellen ausgelegt ist. Sie lässt sich genauso einfach bedienen, wie Googles Standardsuchmaschine.

Vorteile:

  • Sehr guter Suchalgorithmus
  • Sehr große Datenbank
  • Unkompliziert

Nachteile:

  • Vor allem deutschsprachige Literatur ist oft nicht auffindbar
  • Artikel werden angezeigt, aber die Zugriffsrechte fehlen
  • Keine Unterscheidung von seriösen und unseriösen Quellen

Fachspezifische Literaturrecherche

Jeder Wissenschaftsbereich hat andere Anforderungen an seine Quellen. Juristen suchen vor allem Gerichtsurteile, während Wirtschaftsstudenten Zeitschriftenartikel suchen. Daher gibt es fachspezifische Plattformen. Um die Richtige für dein Fach zu finden, solltest du zuerst deine Dozenten fragen.

Du kannst aber auch das Datenbank-Infosystem nutzen. Es zeigt dir alle relevanten Datenbanken für jedes Fach. Erkundige dich bitte, welche Plattformen in deinem Bereich wirklich verwendet werden, da in einem Infosystem sehr viele Plattformen verzeichnet sind.

Vorteile:

  • Sehr spezifisch
  • Aktuelle Literatur
  • Vor allem bei der Suche nach einem spezifischen Aufsatz oder Artikel sinnvoll

Nachteile:

  • Oft ist der Suchalgorithmus schlecht
  • Du musst wissen, welche Plattform gut ist (frag ältere Kommilitonen und Dozenten)
  • Eher für die fortgeschrittene Suche geeignet

 

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Achtung

Deine Uni hat Zugriffsrechte auf Bücher und Journalartikel gekauft, damit du die Medien bei der Literaturrecherche nutzen kannst. Darum musst du bei der Recherche über das Uninetzwerk eingeloggt sein, um auf die Texte zugreifen zu können.

Wie du dich über deine Uni anmeldest ist individuell. Die Informationen findest du auf der Seite deines Rechenzentrums. Oftmals gibt es auch eine Art Laptopsprechstunde, zu der du gehen kannst, falls Probleme beim Einrichten des Zugangs auftreten.

Viel Spaß bei der Literaturrecherche in den Datenbanken.

Liebe Grüße,

Daniel

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